Sujet 2020

Egal ob Sonne, Mars, oder sösch öpis im Quadrant, mer Emmer suechid emmer noch meh Bouland.
Das ged fröschi Stürzahler am liebschte riichi, wo denn üsi Scholde beglichid.
S Emmer Rumfahrt Programm stod chorz vor de Gröndig, hoffentli wärdid mer so denn au föndig.
Ond wenns ned klappe set met üsne Plän, egal, denn flügid mer halt nor dor de Kanton Lozärn.

Computerlogbuch der Gersagia
Mondzeit 2407,8
Captain Batchman

Nach zweiwöchigen Wartungsarbeiten im Raumdock befindet sich die Gersagia mit erholter Besatzung und vollem Frachtraum nun auf dem Weg, um ihre nächste Mission zu erfüllen.

Wir haben den Auftrag erhalten, mehrere Tonnen Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente nach Viscose III zu bringen, um zunächst die Grundversorgung des Planeten zu sichern und uns einen Überblick über die Lage zu verschaffen.
Die Bewohner von Viscose III, die überwiegend von der Landwirtschaft leben, sind nach erheblichen Ernteausfällen auf die Hilfe der Föderation angewiesen.

Seit knapp 5 Mondzeiten expandieren die Aliens aus dem Ost- und Süd-West-Quadranten invasiv wie Unkraut. Sie sind auf Erkundung fremden Territoriums und stellen zunehmend eine Gefahr für Viscose III dar. Zugegeben, sie verfügen über mächtige SUV (Sinnlos Untersetzte Vierrad) -Geschütze, gekennzeichnet mit einem auffälligen «ZG» sowie sehr flinke und aufsässige SWIFT (Super Wirkungsloses Infantil Füfliiber Tuning) -Pioniervehikel (Kennzeichnung «OW»).
Doch trotz dieser unheilvoll anmutenden Zukunft, gibt sich die Crew von Captain Batchman zuversichtlich.

Um den Fortbestand der Flemmen Galaxie zu sichern, befahl der Gemeinschaftsrat die Schaffung eines Programms zur exorbitalen Ressourcenbeschaffung. Ziel ist es dabei, die vertikale Verlagerung der Bevölkerungsströme durch eine horizontale Steigerung des Wirkungsgrades abzulösen. Ein wahrlich waghalsiges Unterfangen. Doch die Mehrheit des Gemeinschaftsrates liess sich vom Plan des Sehr Vertrauensvoll wirkenden Protagonisten überzeugen.

Noch geht der Plan nicht auf und die Bevölkerung leidet unter den höheren Subskriptionsabgaben, welche wiederum zur Finanzierung des Raumfahrtprogrammes eingesetzt werden. Dauert dieser Zustand an, ist wohl mit Revolten zu rechnen.

Captain Batchman. Aus.

GV 2019

An der GV 2019 (03.05.19, Restaurant Ochsen Rothenburg) wurden u.a. folgende Beschlüsse gefasst:

  • Sabrina übergibt ihr Amt als Creative-Director an Felder Adi. Gleichzeitig tritt sie etwas kürzer und beteiligt sich neu als passives Ohne-Glied am Verein.
  • Chantal „Fränzu“ Maritz wird als aktives Ohne-Glied in den Verein aufgenommen. Herzlich Willkommen!
  • Der Vorstand hat dem Verein einen Vorschlag für das nächste Chamo unterbreitet. Eine Taskforce wird diesen Vorschlag detailliert prüfen und mögliche Gefährte ausfindig machen.
  • Weitere Mutationen: Björn und Kari neu Passivmitglieder

Sujet 2019

Be eus ide Chaos-Kneipe uf hölzige Bänk,
verzellt mer sech Seemannsgschechte zu schüümende Getränk.
Met jedem Getränk werded die Gschechte welder,
genau wie die alte Abentür, festghalte uf Belder.
Chom au du i eusi Kneipe eis cho bstelle,
d Chaos-Hafe-Troppe hed no vell zverzelle.

Aus dem Leben des Käpt’n Mas Becha

Man fragt mich oft, wie es früher war. Dann antworte ich: Früher gab es von allem viel mehr. Ja, es gab Inseln, helle Leuchten, nicht so helle Leuchten, geheimnisvolle Lieferungen aus dem Orient, verschollene Leuchttürme – überspült von den Wellen, versunken im ewigen Ozean.
Denn die Meere steigen immer höher, sehr langsam, aber unerbittlich, bis eines Tages unser ganzer Planet von Wasser bedeckt sein wird – nicht umsonst steht mein Haus auf einer hohen Klippe oben bei der roten Burg. Von den Abenteuern, die ich auf meinen Reisen erlebt habe, will ich erzählen, und von den Wesen und Wundern, die mit ihnen versunken sind.

Ich müsste lügen (und es ist ja hinlänglich bekannt, dass das nicht meiner Natur entspricht), wenn ich behaupten würde, meine ersten zweiunddreissig Jahre wären ereignislos verlaufen.
Ich sage nur: Chinesisch Neujahr, Costa Rica, Zeugungsschmerzen, rote Laternen, Portraits von zwielichtigen Gestalten, Mittagessenkochen, ewige Liebe, Rettungen in allerletzter Sekunde.

Denke ich an diese Zeiten zurück, übermannt mich die Wehmut. Aber die Uhr des Lebens lässt sich nicht zurückdrehen. Das ist bedauerlich, aber gerecht. So folgt jetzt, wie es sich gehört, der Frühling auf den Winter. Die Sonne, noch kalt wie der Mond, sinkt in den eisgrauen Ozean, und der Wind riecht nach Schnee. Da ist auch noch ein anderer Geruch in der Luft. Souhond. Nein, der Geruch von Feuern, die in der Ferne brennen, mit einem Hauch Zimt darin. Und Chili. Bläh. So riecht das Abenteuer!
Früher bin ich diesem Geruch immer gefolgt, aber heute habe ich Wichtigeres zu tun: Meine Lebenserinnerungen müssen der Nachwelt erhalten werden. Die ersten Frostgespenster strecken ihre klammen Finger durch die Dielen meiner Kajüte und greifen nach meinen Füssen. Unsichtbare Eishexen malen Schneeblumen auf die Fenster. Nicht gerade meine bevorzugte Jahreszeit, aber genau der richtige Anlass, eine Kanne heissen Tee zu kochen (mit einem winzigen Schuss Zwätschge), dreizehneinhalb gestopfte Pfeifen, dreizehneinhalb Marmeladenbrote und dreizehneinhalb gespitzte Bleistifte bereit zulegen und zu beginnen, meine ersten zweiunddreissig Jahre niederzuschreiben. Ein kühnes, kräftezehrendes Unterfangen von epischem Ausmass, wie ich befürchte. Denn, wie schon gesagt: Damals gab es von allem viel mehr – natürlich auch mehr Abenteuer.

Euer Käpt’n Mas Becha

Chaostroppe 2019